Costa Rica – Santa Teresa

Santa Teresa

Santa Teresa, Mal Pais und Montezuma gehören wohl zu den bekanntesten der etwas abgelegeneren Stopps auf der Nicoya Penínsuela an der Pazifikküste Costa Ricas und ziehen immer mehr Urlauber an. Alle drei Orte sind zudem als sehr gute Surfspots bekannt.

Santa Teresa ist das „größte“ der drei Dörfchen, beherbergt eine stattliche Zahl von Auswanderern und Expads und verfügt daher von allen Dreien über die beste Infrastruktur für Touristen (2 ATMs, zahlreiche Restaurants aller möglicher Richtungen, viele verschiedene Unterkünfte, Surfschulen und Shops etc.).

Weitläufiger teils felsiger Strand

Was also verschlägt mich – als Nicht-Surfer noch typischer Strandurlauber oder Aussteiger – nach Santa Teresa? Das Verlangen nach einer kurzen „Reisepause“… denn bislang bin ich spätestens alle 3 Tage mit all meinen Sachen zum nächsten Stopp und damit nächsten Erlebnis weitergereist und hatte das Gefühl, mal ein bisschen das Tempo rausnehmen zu sollen, bevor ich dann ab den Osterferien wieder eine Reisebegleitung aus der Heimat begrüßen darf. Ich weiß: pure Luxusprobleme!

So bleibe ich ausnahmsweise mal für sechs Nächte an ein und demselben Ort und in ein und demselben Hostel. Wie die Faust aufs Auge passt es dabei, dass es mehrere Leute für einen längeren Stopp dorthin verschlagen und sich daraus eine schöne, bunt gemischte Gruppe gebildet hat.
Die Tage vor Ort verbringe ich, wie ihr mich kennt, nicht nur mit Däumchendrehen, sondern abwechselnd mit Surfen (ja, ich versuche mich erstmalig an diesem Sport), Spanischunterricht, Chillen am Strand inkl. Lagerfeuer und Abstecher zur Strandparty mit der Gruppe, Orgathemen und meinem Blog.

Die Profis genießen den Sonnenuntergang surfend auf dem Wasser

 

Surfen
Um mich wenigstens ein bisschen in diesen Sport einführen zu lassen, buche ich über das Zen Guesthouse zwei Stunden Surfunterricht für $40.
Glücklicherweise verbringe ich die zwei Stunden mit meinem Surflehrer Maurizio komplett alleine im Wasser und lerne recht zügig die Basics in Sachen Umgang mit dem Surfbrett, Aufstehen, Balance halten, Timing, Paddeln etc. kennen und schaffe ein paar ganz ansehnliche „Rides“.
Motiviert von diesem ersten Erfolgserlebnis leider ich mir am nächsten Tag im Shop „Shithole“ für drei Tage ($7 pro Tag) ein Anfängerboard aus und versuche mich alleine an den Wellen bei Mid-Tide vom Playa Carmen. Dies gelingt mir bei teils starkem Wind mehr oder weniger gut und ich stelle fest, dass was wie so häufig bei den Profis so easy und gekonnt aussieht, sehr viel harte Arbeit, müde Muskeln und auch einige Schrammen bedeutet. Trotzdem bleibe ich noch motiviert es später erneut zu versuchen.

Leider oder vllt auch zum Glück gibt es noch keine Bilder von mir beim Surfen.

 

Spanischunterricht
Den Kontakt zu meiner Spanischlehrerin Carolina (eine Lehrerin in der Schule von Santa Teresa) stelle ich über die Surfschule Pacifica her und vereinbare ein Paket von 10 Unterrichtsstunden für $200. Da es zu meiner Zeit keine anderen Interessenten an dem Unterricht dort gibt, habe ich glücklicherweise Einzelunterricht mit ihr… was sich definitiv lohnt. So können wir genau auf meine Bedürfnisse (einmal bitte alles was Grammatik betrifft) eingehen, was ihr sehr gut gelingt und auch Spaß macht.

 

Restaurants
Während meines Aufenthalts teste ich unterschiedliche Restaurants innerhalb von Santa Teresa aus.

  • Taco Place: leckeres mexikanisches Essen zu fairen Preisen (Burito 3.000 Colones; Tacos 1.800)
  • Tomate: gute Pizzen (Hawai 4.200 Colones)
  • Zula: leckere israelische Küche (Gericht 5.200 Colones)
  • Casa del Mar (direkt am Hostel): argentinische Küche mit hervorragenden Burgern (Bürger mit Ziegenkäse und Rucula 6.000 Colones)
  • Soda del Carmen und Soda direkt neben dem Hostel: einheimische Küche (typisches Casado ab 3.000 Colones)

Fazit

Für mich persönlich war ein Stopp in Santa Teresa aus den oben geschilderten Gründen und den Möglichkeiten vor Ort (Surfen, Spanisch, Restaurants) ideal.
Meines Erachtens sind die Strände in Santa Teresa sehr schön, aber bspw. nicht so außergewöhnlich wie die rund um Uvita. (Geschmacksache!)

Tipps

  • Der Transfer per öffentlichen Verkehrsmitteln, wenn auch umständlicher und etwas länger, spart ne gute Menge Geld ein.
  • Von Santa Teresa aus kann man problemlos mit dem öffentlichen Bussen zu den Wasserfällen in Montezuma fahren oder wenn gewünscht gleich zwischen den Orten wechseln. Allerdings dauert eine Strecke aufgrund der holprigen Straßen mit Umsteigen gute 2 Stunden.
  • Vor Ort Preise für Surfstunden etc. vergleichen lohnt sich. Ebenso sich ein Gefährt (Fahrrad, Quad oder Motorrad) zu besorgen.
  • Spanischunterricht ist in Costa Rica im Vergleich zu Guatemala und Nicaragua deutlich teurer.
  • Viele Urlauber verbringen ihre Zeit hier vor Ort auch mit Yoga, was hier an vielen Stellen angeboten wird. Dies wollte ich nicht auch während meiner „Auszeit“ antesten.
  • Bei Dunkelheit, auch wenn der Sternenhimmel von dort aus fantastisch ist, meidet den Strand, wenn ihr nicht in einer größeren Gruppe seid. Leider gibt es immer wieder Berichte von teils auch blutigen Überfällen!

Anreise

Gefühlt kann man von fast überall aus in Costa Rica nach Santa Teresa per Shuttle anreisen ($50-$65). Weniger gemütlich und länger ist die Anreise mit den öffentlichen Verkehrsmitteln die zumeist über Puntaarenas und die dortige Fähre führen.
Ich selber von der südlichen Pazifikküste kommend, nutzen einen organisierten Transfer von Jaco aus, der mich zunächst per Speedboot nach Montezuma und anschließend per Bus/ Auto nach Santa Teresa bringt ($50; 2,5h).
Während der Überfahrt zeigen sich einige Delfine rund um unser Boot und man kann Rochen aus dem Wasser springen sehen (wusste vorher gar nicht, dass die sowas machen).

Eine Gruppe von etwa 5 Tieren begleitet uns

Unterkunft

Die insgesamt sechs Nächte verbringe ich im Casa del Mar Surf Destiny Hostel. Die Inhaber sind sehr nett, das Frühstück ausgezeichnet (man kann zwischen Gallo Pinto mit Toast und Ei, Toast mit Ei und Marmelade sowie Früchten mit Müsli und Milch wählen) und die Zimmer und Anlage vollkommen in Ordnung. Das angeschlossene argentinische Restaurant ist nicht ganz günstig aber super lecker!

Neben Affen und Echsen hatten wir auch Besuch von diesem kleinen Kerlchen

 

 

Aufenthalt: 18.03.2018 – 23.03.2018

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2 thoughts on “Costa Rica – Santa Teresa”

  1. Soso, eine Spanischlehrerin, die auf deine Bedürfnisse eingeht, „was ihr sehr gut gelingt“ (interessant!), eine Unterkunft, die „vollkommen in Ordnung“ ist, in der aber scheinbar auch Skorpione hausen und dann überlegst du auch noch, dich dem Yoga-Kult zu unterwerfen. Muss ich mir langsam Sorgen machen? 😉

    1. Okay, okay, okay… ich sollte meine Wortwahl wohl nochmal etwas überarbeiten.
      Der Skorpion war ein Netter und Yoga hat mir in Nicaragua tatsächlich ganz gut gefallen!

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