Nicaragua – Granada, Laguna de Apoyo und Masaya
Granada
Unser nächster Stopp nach Ometepe ist die am Lago Nicaragua gelegene Kolonialstadt Granada. Die Stadt selbst ist vor allem für seine Kolonialbauten und zahlreichen Kirchen bekannt.
Wir erreichen die Stadt erst gegen Abend und verpflegen und nach einem kurzen Walk durch die Stadt mit einem Bürger. Anschließend wollen wir in einem der vermeintlichen „Party-Hostel“ der Stadt einmal die Lage überprüfen, finden aber erstaunlicherweise nur gähnende Leere vor. Also begeben wir uns kurzerhand zurück zu dem Burgerladen und genießen die Livemusik eines einheimisches Duos. Vor allem gefallen uns die ins Spanische übersetzte Klassiker wie bspw. Hotel California.


Am nächsten Morgen erkunden wir dann zunächst zu Fuß die Stadt auf einem Rundgang entlang der diversen Kirchen in der Nähe des Zentrums und des großen Marktes. Zudem Besteigen wir für eine nette Aussicht über die Stadt den Turm der Iglesia Merced.




Anschließend laufen wir zu Fuß runter zum Ufer des Lago Nicaraguas und begeben uns auf die Suche nach einem Kayakverleih. Dieser befindet sich, wie wir später herausfinden erst ganz am Ende der Promenade. Glücklicherweise können wir noch auf dem Weg einen guten Preis mit einem Tourveranstalter aushandeln und werden sodann auf dem Rücksitz des Motorrads bis zum Ableger gebracht. Dort angekommen starten wir dann gemeinsam mit einem Paar aus England auf eine dreistündige Paddeltour durch die sogenannten Isletas.
Die Isletas sind eine Gruppe von 365 zumeist sehr kleinen Inseln nah am Ufer des Lago Nicaraguas, die bei einer der letzten großen Eruptionen von einem der umliegenden Vulkane entstanden sind. Teilweise sind die Inseln im Besitz und bewohnt von Einheimischen. Andere steile befinden sich im Privatbesitz für teure Villen. Und der Rest ist unbewohnt und (noch) der Natur selbst überlassen.




Laguna de Apoyo
Am nächsten Morgen laufen Lüdi und nach dem Frühstück im Hostel mit Sack und Pack zu einer Autovermietung etwas nördlich von unserer Unterkunft, wo wir unseren Mietwagen, den wir am Vortag dort gebucht hatten, in Empfang nehmen.
Mit dem Mietwagen sammeln wir dann zunächst noch einen anderen Deutschen, den wir auf der Vulkanwanderung auf Ometepe kennengelernt hatten, ein und begeben uns dann gemeinsam zum Hostel Paradiso an der Laguna de Apoyo, welche auf halben Weg zwischen Granada und der nächsten Stadt Masaya liegt. Die Laguna de Apoyo ist ein sehr schöner großer Kraterlake und das Hostel bietet wie viele der anderen umliegenden Unterkunft an, für kleines Geld ($7) den Tag dort mit all den Einrichtungen verbringen zu dürfen. So genießen wir ein paar Stunden lang das kalte Nass und essen lecker im Hostel zu Mittag.

Masaya
Anschließend machen wir uns von dort aus auf mehrfache Empfehlung hin zeitig auf den Weg in Richtung des Masaya Volcano Nationalparks, den wir bereits gegen 16.30 Uhr erreichen, was, wie sich wenig später herausstellt, ein großer Glücksfall ist.
Denn ab etwa 17.00/17.30 Uhr beginnen die Parkranger mit dem Einlass der Fahrzeug nach der Reihe in der Warteschlange in den Nationalpark. Zunächst erreicht man nach einer kurvigen Auffahrt ein kleines durchaus interessantes Museum um anschließend bei einsetzender Dunkelheit mit seiner Gruppe Fahrzeugen (etwa 15 pro Gruppe) den Rest des Weges hoch zur eigentlichen Attraktion des Nationalparks zu absolvieren: dem Krater des aktiven Vulkan Masayas in dessen Schlund man bei guter Sicht (bei unserem Timing ideal da es bei Ankunft zunächst noch leicht hell ist bevor dann die Dunkelheit komplett einsetzt), hautnah und wahrhaftig echte Lava brodeln sehen und hören kann. Ein unfassbares Erlebnis!


Bei der Rückfahrt zum Ausgang stellen wir sodann fest, dass sich hinter uns bereits eine lange Warteschlange an Autos gebildet hat (2-3 Stunden Wartezeit; darunter die ganzen Busse der umliegenden Touranbieter) und sind nochmal von unserem Timing begeistert.
Nach einem leckeren Abendessen fahren wir dann bis zum Flughafen der Hauptstadt Nicaraguas – Managua – weiter, wo Lüdi leider früh am nächsten Morgen „schon“ wieder in den Flieger zurück in die Heimat steigen muss und ich wenig später meinen Flieger auf die Corn Islands besteige.
Fazit
Ich glaube nur selten, kann man derart unterschiedliche Eindrücke mit einem solch atemberaubenden Ende in nur zwei kurzen Tagen so gut miteinander verbinden. Ein absolutes Muss und vielleicht ein einmaliges Erlebnis!
Tipps
- Mit einem eigenen Mietwagen (oder ggf. einem Taxi) kann man wohl am besten die ideale Ankunftszeit am Masaya Nationalpark abpassen, was ich nur jedem dringend empfehlen kann!
- Für einen längeren Aufenthalt in der Region würde ich beim nächsten Mal wohl eine Unterkunft an der Laguna de Apoyo wählen und von dort aus dann Touren in Richtung Granada und Masaya unternehmen. So hat man eine willkommene Abkühlung immer direkt vor seiner Tür.
Anreise
Granada erreichen wir noch per Chickenbus vom Fähranleger in San Jorge über Masaya (wir fahren quasi wieder ein Stück im Microbus zurück). Für die nächsten Stopps wählen wir insbesondere auch aufgrund des nötigen Transfers zum Flughafen ein Mietauto ($90).
Unterkunft
Die zwei Nächte in Granada verbringen wir im Hostal El Momento, wo wir ein günstiges Zweibettzimmer bei gutem Frühstück ergattern können.
Aufenthalt: 03.04.2018 – 05.04.2018