Nicaragua – Little Corn Island
Little Corn Island
Nach den sehr actionreichen zwei gemeinsamen Wochen mit Lüdi, die wir mehr als optimal ausgenutzt haben, geht es für mich weiter auf die sogenannten Corn Islands vor der karibischen Küste Nicaraguas.
Die Corn Islands bestehen aus der „Big Corn“ und der „Little Corn“ Island… sehr einfallsreiche Namen, die aber sehr gut den Unterschied zwischen den beiden Inseln beschreiben. Die Little Corn Island ist dabei im Allgemeinen bei Touristen etwas beliebter als die Big Corn Island, da sie noch abgeschiedener ist (bspw. gibt es von 6 bis 13 Uhr keinen Strom und auch keinerlei Fahrzeuge mit Motoren auf der Insel) und über noch paradiesischere Strände und bessere Schnorchel- und Tauchspots verfügt.
So Buche auch ich meine Unterkunft auf der Little Corn Island und verbringe dort insgesamt vier entspannte und wundervolle Tage.
All die Tage verbringe ich entweder am Strand, mit dem Erkunden der Insel, Smalltalk mit den superfreundlichen Einheimischen (die übrigens Englisch-Kreol sprechen) bspw. beim Baseball oder leckerem Essen.
Die Highlights während meines Aufenthalts sind dabei:
– Alle Besuche am wunderschönen Otto-Beach im Norden der Insel inkl. Schnorcheln am nahegelegenen Riff und Verfolgung eines sich sehr nah am Strand aufhaltenden Haies;


– Meine teils abenteuerlichen Versuche rund um die Insel zu laufen, währenddessen ich einige sehr gut versteckte aber ebenso schöne Ecken entdecke;

– Die erste Yoga-Stunde meines Lebens; der körperliche durchaus anstrengende Teil gefällt mir dabei sehr gut, jedoch der spirituelle Touch des Ganzen ist, so glaube ich, nicht ganz meins;
~ Zum Glück für alle Beteiligten sind beim Yoga keine Bilder entstanden ~
– Das erste Mal Nacht-Schnorcheln; eine unglaubliche Erfahrung! Dabei sehen wir nicht nur sehr viele interessante Meeresbewohner inkl. bspw. einem Hai, einer Schildkröte, mehrere Rochen sowie Lobster und einem die Farbe wechselnden Oktopus (faszinierend!) sondern auch bei absoluter Dunkelheit aufleuchtendes Plankton und Würmer rund um uns und über dem Riff. In diesem Moment fühlt man sich als wäre man im All zwischen den Sternen. On top hat man auf der Rückfahrt zum Hafen bei Dunkelheit einen tollen Ausblick auf den Sternenhimmel!
~ Leider war es unmöglich mit der Actioncam diesen Moment einzufangen ~
– Die allererste Angelerfahrung meines Lebens; innerhalb des gut fünfstündigen Trips fangen wir einen Barrakuda und eine Makrele (in Summe wohl eine eher magere Ausbeute). Der Barrakuda wird uns am Abend dann frisch in Form des „Nationalgerichts“ der Insel Rondon, eine Art Fischsuppe auf Kokusnussbasis, serviert. Sehr lecker!


Die Abende lasse ich meist bei gutem Essen und ein paar Bierchen oder Rum-Kola ausklingen. Denn überraschenderweise ist das Nachtleben trotz der Abgeschiedenheit und kleine Größe der Insel ganz ordentlich: Taco Tuesday und Sunday Funday im Lighthouse, Bonfire in der Beachbar und Afterhour-Party in der Regea-Bar. Dabei mischen sich die unterschiedlichen Gruppen auf der Insel (Einheimische, Expads und Touristen) super harmonisch untereinander. So herrscht auf der ganze Insel eine super entspannte und angenehme Atmosphäre!
Fazit
Nicht nur zum Entspannen sondern auch den oben beschriebenen Aktivitäten und insbesondere zum Tauchen und Schnorcheln lohnt sich ein Besuch der Corn Islands. Vor allem begeisterte mich die sehr angenehme Atmosphäre und harmonische Mischung auf der Insel.
Tipps
- Der Otto-Beach im Norden der Insel ist ein Paradies und den überschaubaren Fußmarsch (etwa 20 Minuten vom Hafen) absolut wert.
- Unbedingt Rondon oder anderes Seafood bspw. Lobster probieren bspw. bei Rosa‘s Place.
- Überwindet eure Bedenken, die ihr ggf. gegenüber Nacht-Schnorcheln oder -Tauchen haben sollte. Es ist eine unglaubliche Erfahrung!
Anreise
Die Anreise auf die Corn Islands erfolgt entweder bequem aber teuer per Flug (mit einer Propellermaschine) von Managua aus (~$160; Buchung per Telefon wird empfohlen) oder per Busfahrt nach Bluefields und anschließender mehrstündiger (6-8 Stunden) Fährfahrt nach Big Corn. Von Big Corn aus fahren dreimal täglich Boote ($5; keine Fähren bei durchaus ruppiger See) zur Little Corn Islands sowie ab und zu private Botte oder Materialfähren.

Unterkunft
Alle Nächte auf der Insel verbringe ich im Greenhouse Hostel. Das Hostel entspricht dem üblichen Standard und ist verhältnismäßig günstig.
Später empfehlen mir andere Gäste der Insel einen Blick auf AirBnB zu werfen; insbesondere wenn man mit einer Gruppe reist.
Aufenthalt: 06.04.2018 – 10.04.2018