Guatemala – Lago de Atitlan

Lago de Atitlan – Santa Cruz

Die zweite Station auf unserer Rundreise durch das wunderbare Guatemala ist der Lago de Atitlan. Der See, der etwa zweieinhalb Stunden Autofahrt von Antigua entfernt liegt, ist vor allem für die drei Vulkane, die sich unmittelbar an seinem Rand befinden, bekannt. Zudem zieht es jährlich viele Besucher in die Städte rund um den See.

Amalia und ich verbringen zwei Nächte in Santa Cruz von wo aus wir einen (wenn es nicht zu nebelig ist) tollen Ausblick auf den See und die angesprochenen Vulkane genießen dürfen.

Ohne Nebel ein wirklich prachtvoller Ausblick

Den ersten der beiden Tage vor Ort nutzen wir zur Erkundung der umliegenden Dörfer. So wandern wir zunächst eine gute halbe Stunde ins benachbarte, sehr kleine El Habilacha und nehmen von dort aus ein Boot nach San Marcos. Eigentlich wollten wir gerne den ganzen Weg bis San Marcos zu Fuß gehen, was uns aber aufgrund von Feierlichkeiten in den Dörfern dazwischen aus Sicherheitsgründen nicht empfohlen wurde. Anscheinend gibt es auf der Strecke immer mal wieder Zwischenfälle und der während der Feierlichkeiten reichlich konsumierte Alkohol tut sein übriges.

Auch das Hinterland hat was zu bieten

San Marcos gilt als eine Art Hippie-Mekka der Gegend. So gibt es zahlreiche Anbieter von veganer Küche, Yoga- oder Meditationskursen. Unser Besuch in der Stadt wird von den oben kurz angesprochenen Feierlichkeiten überschattet und wir begegnen vielen, stark alkoholisierten Einheimischen und verlassen den Ort nach nur einer sehr kurzen Verweildauer. Nur die Tanzgruppe in der Schule ist den Besuch wert.

Tollen, farbenfrohe Kostüme und schöne Klänge
Street-Art in San Marcos

Anschließend fahren wir mit dem Boot ins nächste Dorf San Juan weiter. Dieses Dorf gefällt uns am Besten, da es weniger touristisch ist und es viel schönes Handwerk und schöne Kunst anzuschauen gibt. Andererseits ist die schöne Meile vom Hafen die Anhöhe rauf, nur sehr kurz und wir werden auch hier nicht so richtig warm mit der Gegend.

Street-Art in San Juan, die die Bedeutung von Mais für die Maya würdigt

Von San Juan aus fahren wir mit einem Tuk-Tuk rüber nach San Pedro. San Pedro ist vermutlich die unter Touristen bekannteste Stadt, was man auch insbesondere rund um den Bootsanleger unmittelbar sehen kann. Von San Pedro aus werden noch die ein oder anderen Touren bspw. auf den Vulkan San Pedro angeboten. Aber auch hier fühlen wir uns nicht wirklich zuhause und fahren zeitnah zurück zu unserer Unterkunft in Santa Cruz.

Die Kirche von San Pedro
Tuk-Tuks und Touribars

Abends duellieren wir uns dann noch im Billiard und essen aufgrund beginnender Magenprobleme recht einfaches Essen im Restaurant nebenan.

Am nächsten Morgen sind unsere Mägen dann leider ziemlich hinüber und wir können leider nicht unseren ursprünglichen Plan Paragliding zu gehen in die Tat umsetzen. Aber aufgeschoben ist ja bekanntlich nicht aufgehoben. So verbringen wir einen recht ruhig Tag ins See, genießen den Ausblick und das kühle Nass (Süßwasser) von einem Steeg aus (Strände gibt es am See nicht wirklich). Abends gibt es dann magenschonenden Reis zu essen ;).

Fazit

In Summe würde ich nicht sagen, den Aufenthalt am Lago de Atitlan bereut zu haben, aber so richtig warm sind wir mit dem  See nicht geworden. Geschmacksache und gegebenenfalls auch persönliches Pech mit unseren Mägen und der Feierlichkeit.

Tipps

  • Neben Paragliding bietet der See noch die Möglichkeit Kayak oder Stand-Up-Paddle-Board zu fahren oder bspw. Tauchen zu gehen (Höhentauchen mit PADI bei tollen Gesteinsformationen).
  • Der berühmte Mayamarkt von Chichicastenango liegt nur etwa eine Stunde vom See entfernt.
  • Neben den oben beschriebenen Dörfern gibt es noch weitere rund um den See, die wohlmöglich ansprechender sein könnten.

Anreise

Für den Transfer zum Lago de Atitlan entscheiden wir uns für einen Shuttle-Bus (2,5h; Q90) nach Parajachel. Anschließend fahren wir sodann mit einem der zahlreichen Boote (meines Erachtens gibt es weder einen festen Fahrplan [nur Zeiten für das erste und letzte Boot] noch feste Preise) nach Santa Cruz.
Wie oben beschrieben ist der Transfer per einem der Boote von Stadt zu Stadt oder per Tuk-Tuk möglich. Sobald sich ein Boot dem jeweiligen Anlieger nähert, schreit der jeweilige Kapitän des Bootes entweder San Pedro oder Parajachel um auf die jeweilige Fahrtrichtung hinzuweisen. Bezahlt wird ebenfalls beim Kapitän.

Unterkunft

Die beiden Nächte am Lago verbringen wir in der Iguana Perdida in Santa Cruz. Die Unterkunft mit seiner schönen Lage und gutem Essen gefällt uns sehr gut. Zudem ist das Personal sehr nett und hilfsbereit.

Aufenthalt: 26.04.201827.04.2018

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