Guatemala – Rio Dulce
Rio Dulce
Die nächste Station im Anschluss an unseren Abstecher nach Semuc Champey heißt Rio Dulce. Der recht überschaubare Ort liegt in der Nähe der Grenze von Guatemala mit Honduras und dem einzigen Abschnitts Karibikküste auf dem Boden Guatemalas.
Wir erreichen Rio Dulce mit einem etwa fünfstündigen Transfer von Semuc Champey und begeben uns direkt am Hafen (eh der Drop-Off-Place vom Bus) zum Ticketschalter für eine Bootsfahrt nach Livingstones. Wir wählen die „öffentliche“ Variante und kaufen ein Return-Ticket (200 Quetzales), da wir unsere Unterkunft für den Abend in Rio Dulce gebucht haben.
Wenig später geht es dann für uns per Boot auf den Rio Dulce. Erster Stopp ist die spanische Festung San Felipe etwas außerhalb der Stadt, die von den Spaniern zu Verteidigungszwecken an einer strategisch wichtigen Stelle errichtet worden war und noch super erhalten daherkommt.

Anschließend geht es dann in gegensätzlicher Richtung auf den Weg nach Livingston. Auf dem Weg halten wir noch bei einer kleinen Inseln, welche zahlreiche Vögel für sich beanspruchen, bekommen von Booten aus von den Einheimischen Handwerksprodukte angeboten, lassen den ein oder anderen mitfahrenden Touristen an seiner Unterkunft (die ein oder andere sieht sehr einladend aus) irgendwo im Nirgendwo am Fluss raus und durchqueren kurz vor Livingston noch eine Art breiten, sehr grünen Canyon.


In Livingston selbst verbringen wir etwa 45 Minuten bevor es dann wieder mit dem Boot zurück nach Rio Dulce geht. Die Stadt ist für ihr karibisches Flair bekannt, welches nicht sofort auf uns überspringen mag. Der Stadtkern selbst ist ziemlich klein und wenig hübsch. Auch gibt es keinen Strand unmittelbar in der Stadt (zu Fuß etwa 30 Minuten außerhalb).
Unerwartet entpuppt sich für uns die Rückfahrt nach Rio Dulce zum eigentlichen Highlight des Tages. So sind wir fast die ganze Fahrt lang die einzigen beiden Passagiere an Board und können zudem noch die Aussicht auf den beginnenden Sonnenuntergang genießen. Ein toller Moment!

Zurück in Rio Dulce checken wir sodann in unsere Unterkunft ein und begeben uns auf die Suche nach etwas zum Essen.
Fazit
Die Fahrt (insbesondere die Rückfahrt) über den Rio Dulce genießen wir Beide sehr. Rio Dulce und Livingston selbst haben uns jedoch nicht auf Anhieb geflashed.
Tipps
- Ich kann mir gut vorstellen, dass die letzte Fährt von Livingston zurück grundsätzlich nicht hoch frequentiert ist und man für eine entspannte, einsame Fahrt nutzen kann.
- Zum Essen wurde uns in Rio Dulce das Straßenlokal neben dem Café de Paris empfohlen.
- Der Strand außerhalb von Livingston soll schön sein. Zugegebenermaßen braucht es wohl etwas mehr Zeit um in den Flair der Stadt eintauchen zu können als nur eine Stunde. Und es ist mit Sicherheit ein lohnender Abstecher auf einer Rundreise durch Guatemala um einmal die sehr andersartige Karibikküste kennenzulernen.
Anreise
Für den etwa fünfstündigen Transfer in einem Shuttle-Bus von Semuc Champey nach Rio Dulce über erneut sehr holprige und kurvige Straßen zahlen wir 150 Quetzales.
Unterkunft
Eine Nacht verbringen wir im netten und sauberen Café de Paris an der Hauptstraße in Rio Dulce. Trotz direkter Straßenlage ist es in den Zimmern dank Doppelverglasung angenehm leise.
Aufenthalt: 30.04.2018