Argentinien – Patagonien
Bariloche
Mit fast vier Stunden Verspätung und gut zwei Stunden Flug (bei mir und meinen Flügen ist echt der Wurm drin) erreichen wir den wunderschönen Ort Bariloche. Der Ort mit seiner Lage direkt am Lago Nahuel Huapi eignet sich hervorragend als Ausgangspunkt für Ausflüge und Wanderungen in die atemberaubend Landschaft Patagoniens. Allein für den Ausblick aus unserem coolen Hotel lohnt sich schon die weite Anreise und wir beginnen nach unserer Ankunft mit einem kurzen Erkundungsspaziergang.


Abends gönnen wir uns jeweils zwei sehr leckere Summer Ales und jeweils einen schmackhaften Burger in einer der vielen Cervezarias der Stadt (Manusch).
Nach dem Frühstück am nächsten Morgen (es gibt zu Mit glück wieder Dulce de Leche) fahren wir mit dem öffentlichen Bus zu einem Aussichtspunkt namens Cerro Campanario in der Nähe der Stadt. Anstatt per Sessellift nach oben zu fahren, entscheiden wir uns dazu, den Weg nach oben zu laufen (der Weg beginnt vor dem Lift stehend rechts am Ende des oberen Parkplatzes). Der Aufstieg ist teilweise recht steil und wir brauchen gut 30 Minuten zur Spitze. Dort angekommen wird man mit einem wunderschönen Ausblick über die Region belohnt (leider waren bei uns einige Regenwolken unterwegs).


Der Rückweg zur Stadt gestaltet sich leider etwas schwieriger, da die vorbeifahrenden Busse überfüllt sind, sodass wir schlussendlich ein Remise bestellen.
Zurück am Hotel nutzen wir den Spabereich und belohnen uns am Abend mit einem Besuch in der wohl laut unseren Rezeptionisten besten Parilla der Stadt „Lo de Alberto“ und sind sehr begeistert. Für das Ojo de Bife (Rib-eye Steak) würde ich sterben.


Am nächsten Morgen – noch auf deutsche Pünktlichkeit bedacht (also nicht unbedingt die meinige) – müssen wir uns leider mit dem leckeren Frühstück sehr beeilen um unseren Bustransfer zum Hafen nicht zu verpassen. Natürlich beeilen wir uns umsonst und warten gut ne halbe Stunde auf den Bus; das ist dann wohl die argentinische Pünktlichkeit. Der Bus bringt uns zum Hafen und von da aus fahren wir über den See nach Puerto Blest.
Die Fahrt dorthin wird uns bereits mit einer sehr schönen Landschaft versüßt…

…an unserem Zielort definitiv noch übertroffen…




und mit Wasserfällen und einem super schönen See ganz am der Treppen an den Cascadas de los Cantaros gekrönt.


Wir empfehlen dringend den Weg von Puerto Blest zu den Cascadas de los Cantaros selbst zu laufen und nicht auf den Transfer per Boot zu warten. Der Weg ist einfach zu finden, sehr schön und man hat sowohl Ruhe von der Gruppe als auch die Chance auf bessere Bilder, da man vor der Gruppe an den schönen Spots ankommt.
Den ganzen sehr lohnenswerten Ausflug, der noch einen kurzen aber informativen Aufstieg zu einem kleinen Aussichtspunkt über die Bucht mit einem Guide beinhaltet, haben wir über xyz gebucht.
Nach dem Tagesausflug suchen wir erneut den Spabereich des Hotels auf und gehen anschließend fabelhaft in der Parilla „En lo de Tony“ essen. Das anschließende Bierchen in einer Eckkneipe ist leider nicht so schmackhaft…
An unserem bereits letzten Tag in Bariloche machen wir uns nach einem ausgiebigen Frühstück zu einen kleinen Rundgang durch die Stadt auf und starten ein selbstorganisiertes Bier-Tasting (welches wir den ganzen Tag durchziehen).
Nachmittags fahren wir mit dem Bus dann nach Ville La Angostura unserem zweiten Stopp auf unserem Kurztripp nach Patagonien weiter, genießen dabei eine herrlichen Ausblick entlang der Straße und treffen dann abends dort angekommen auf Amalias Kindheitsfreundin Carla.
Villa La Angostura
Nachdem Amalias Freundin Feierabend hat (Amalia und ich erkunden in der Zwischenzeit den Ort bzw. machen vielmehr mit unserem Bier-Tasting weiter), fahren wir zu ihr nach Hause und treffen uns anschließend mit ihrem Partner und gehen zusammen im Restaurant Hanook Pizza und Burger essen. Das Essen wird in mir noch nicht ganz so verständlicher argentinischer Manier erst gegen halb elf serviert.
Am nächsten Morgen brechen wir nach einem gemeinsamen Frühstück (und ja, es gibt wieder Dulce de Leche für mich) mit Carla per Auto zu einem wunderschönen See mit STrand auf und genießen das super Wetter beim Erzählen, Gitarrespielen und Kartenspiele lernen (Tuppen; Trunco; Chancho).

Abends essen wir gemeinsam mit Carlas Partner, Bruder und Neffen bei ihr zuhause Gegrilltes.
Am nächsten Tag machen wir uns (zusammen mit Carlas Neffen) erneut nach dem Frühstück zu einem anderen ebenfalls sehr schönen Strand auf, wo wir auf Carlas Schwester und ihre zwei Kinder treffen. Leider ist an diesem Tag Carlas Freund gesundheitlich angeschlagen, sodass wir den eigentlich geplanten Bootsausflug mit anschließender Fahrradtour nicht machen können. Dennoch verbringen wir einen super schönen Tag am Strand mit den Kindern.


Auf dem Rückweg vom See zu Carla machen wir noch einen Stopp bei einer Bar (Social Club El Mirador), die einen unfassbaren Ausblick auf den See bietet, wo wir uns unter anderem leckere Cocktails gönnen.


Abends gehen wir Italienisch in der Stadt essen.
Am nächsten Tag heißt es dann leider schon wieder Abschied nehmen von Carla und Patagonien, da wir uns auf den Rückweg nach Buenos Aires machen müssen. Da unser Flug mal wieder Verspätung hat (etwa 9 Stunden), begeben wir uns kurzerhand vom Flughafen Order zurück nach Bariloche, gönnen uns ein leckeres Summer Ale bei Manusch und testen zum Abschluss unsere dritte Parilla „La Parrilla de Julián“ aus (leider fällt aufgrund der Verspätung ein letztes gemeinsames Asado mit Amalias Familie in Buenos Aires aus).
Nach einer aufgrund der Verspätung sehr kurzen letzten Nacht und einem kurzen Frühstück fahren Amalia und ich am nächsten Tag dann schon wieder zum Flughafen… nur diesmal um uns leider schon wieder voneinander zu verabschieden, da mich dort mein Rückflug nach Bogotá mit Weiterflug zu meiner nächsten Station Panamá erwartet.
Fazit
Patagonien und damit auch die beiden hier beschriebenen Orte dürfen auf keiner Argentinienreise fehlen. Die Landschaft ist atemberaubend schön und kann auf vielfältige Art und Weise entdeckt werden.
Ich bin definitiv nicht das letzte Mal dort gewesen und wir haben die Zeit dort wirklich sehr genossen!
Tipps
- Wenn man körperlich einigermaßen fit ist, sollte man auf jeden Fall den Weg hoch zur Aussichtsplattform des Cerro Campanario zu Fuß gehen und sich die recht teure Fahrt mit der Seilbahn sparen.
- Fleischliebhabern empfehle ich dringend die unterschiedlichen Parillas der Stadt auszutesten sowie eine der zahlreichen Cervezarias zu besuchen.
- Bariloche ist eine Hochburg für Schokolade!
- Leider hatten wir selbst keine Zeit mehr, noch weitere der zahlreichen und absolut lohnenswerten Wanderungen rund um Bariloche zu unternehmen.
- An vielen Seen rund um Villa La Angostura kann man direkt am Strand seine Zelte aufschlagen.
- Wer mit dem Auto unterwegs ist, wird die Fahrt entlang der sogenannten sieben Seen (Ruta 40) sehr genießen und sollte auf die meist gut ausgeschilderten Aussichtspunkte entlang der Straße achten.
Anreise
Von Buenos Aires aus fliegen wir nach Bariloche Airport. Grundsätzlich gibt es für diese Strecke eine Vielzahl von Verbindungen von beiden großen Flughäfen von Buenos Aires aus. An dieser Stelle rate‘ ich jedoch dringend von der Fluglinie „Andes Lineas Aereas“ ab: sowohl unser Hin- als Rückflug sind ohne Begründung mehrere Stunden verspätet und der Service vor Ort grauenvoll.
Eine Fahrt mit dem Auto würde wohl bis zu einen kompletten Tag in Anspruch nehmen (1600km).
Von Bariloche kann man vom Busterminal mehrfach täglich einen Bus nach Villa La Angostura nehmen.
Unterkunft
In Bariloche verbringen wir drei Nächte im sehr schönen „Hotel Huemul“. Das Hotel liegt direkt am See mit einem entsprechend schönen Aussicht, ist im Inneren wunderschön anzusehen, bietet einen Pool, eine Sauna und ein Dampfbad, gutes Frühstücksbüffet und sehr nette und hilfsbereite Mitarbeiter an der Rezeption.
Unsere drei Nächte in Villa La Angostura dürfen wir glücklicherweise bei Amalias super netten Freundin Carla verbringen.
Aufenthalt: 20.02.2018 – 27.02.2018
hallo Sohnemann
deine Berichte, auf die wir immer mit Spannung warten, sind wie immer sehr spannend und informativ
du scheinst jedenfalls nicht zu verhungern oder zu verdursten, deine Fleischliebe ist ja bekannt, aber Dulce de leche….
und wahrscheinlich denkt man hier jetzt anders über Verspätungen im öffentlichen Verkehr bzw. Pünktlichkeit
außerdem scheinst du doch sehr wohlwollend aufgenommen worden zu sein und Patagonien eine tolle Landschaft
weiterhin gutes Gelingen, bleib gesund, bis bald
Ich versteh nur Dulce de Leche…