Costa Rica – La Fortuna

La Fortuna

La Fortuna ist eine Stadt unweit des bis noch vor einigen Jahren aktivsten Vulkans Costa Ricas dem El Arenal. Anders als die ein oder andere umliegende Stadt blieb sie in all den Jahren vulkanischer Aktivität stets von ebendiesen verschont und trägt seitdem ihren symbolträchtigen Namen La Fortuna (die Glückliche).

Bereits bei unserer Anreise, die uns per Boot über den unmittelbar am Fuß des Vulkan liegenden Stausee „Laguna de Arenal“ führt, genießen wir einen herrlichen Ausblick auf den El Arenal Vulkan.

Der El Arenal und sein kleiner Bruder El Chato

Unmittelbar nach unserer Ankunft im Hotel machen wir uns nach einem Snack auf zum sogenannten „El Salto“ etwas außerhalb der Stadt. Beim „El Salto“ handelt es sich um einen kleinen Tarzan-Swing von dem aus man in ein Becken des Flusses „Fortuna“ an zwei kleinen Wasserfällen springen kann. Ähnlich wie der River Canyon in der Nähe des Lost and Found Hostels in Panama ist auch der El Salto ein sehr beliebter Treffpunkt der Einheimischen für eine gemütliche Abkühlung. Wir verharren ein paar Stunden und springen ein paar Mal mithilfe des Swings in das erfrischende Nass.

~ Bilder vom Tarzan Swing folgen noch ~

Am nächsten Tag starten wir morgens um 9 auf eine ganztägige über unser Hostel gebuchte Tour zum El Arenal ($50; die Tour wird zumeist in der Stadt „Two Vulcano Hike“ genannt; auch wenn man nur noch einen der beiden Vulkane besteigen darf). Nach dem Aufeinandertreffen mit unserem Guide wandern wir zunächst zu einem Aussichtspunkt, der gleichzeitig die höchste Stelle ist, die man vom El Arenal Vulkan offiziell besteigen darf und genießen eine tolle Aussicht. Dort oben als auch unterwegs erläutert uns unser sehr netter Guide viele Dinge über die Geschichte des Vulkans und der Region als auch der umliegenden Tier- und Pflanzenwelt.

Am Fuße des Vulkans
Kratzspuren eines Jaguars

Vor dem Mittagessen, welches in einer Art Ranger Station am Fuß des Vulkans serviert wird, haben wir noch die Gelegenheit eine Abkühlung inkl. kleinen Tarzan-Swing und Sprung von einem Baum in einem kleinen See zu nehmen.

Eine willkommene Abkühlung

Im Anschluss an das Mittagessen werden wir mit dem Bus zum nächsten Stopp der El Arenal Observatory Lodge gebracht, wo wir auf eine zweite kürzere Wanderung starten. Auch von hier haben wir einen tollen Ausblick auf den Vulkan und seinen kleineren Nachbarn El Chato, den man leider nicht mehr besteigen darf, um auf seiner Spitze eine Abkühlung in seinem Kratersee zu nehmen.

Sogar beinahe ohne Wolken

Die weiteren Highlights dieses Weges sind ein Wasserfall hinter den man klettern kann…

Linkerhand kann man unter den Wasserfall klettern

… und der Ausblick auf den Sonnenuntergang über dem Stausee (auf dem Grund des Sees befinden sich noch die Ruinen der Stadt, die beim größten Ausbruchs des El Arenal schwer getroffen wurde).

Überraschend spektakulär

Als krönenden Abschluss des Tages geht es anschließend noch zu kostenlosen heißen Quellen – vielmehr kleinen Becken innerhalb eines Flusses – wo wir bei Dunkelheit unsere Muskel entspannen, einen Cocktail serviert bekommen und eine Waschbärenfamilie beobachten können.

~ Aufgrund der Dunkelheit gibt es keine Bilder der Quellen ~

Am Abend verabreden wir uns noch mit ein paar Leuten unserer Tour zum Essen und anschließend ein paar Getränken in der Stadt.

Am nächsten Tag starten wir morgens dann auf eine Tour zum Rio Celeste ($65). Der Fluss liegt innerhalb eines anderen vulkanischen Nationalparks und ist vor allem für seine besonders strahlende Farbe bekannt. Die besondere Farbe ist dabei auf eine besondere Mischung von Mineralien innerhalb des Wassers und der damit verbundenen Sonnenlichtabsorption zurückzuführen (ähnlich dem Lake Pukaki in Neuseeland). Wirklich erstaunlich ist der Anblick der Quelle des Flusses: dort treffen zwei Flüsse mit derart unterschiedlichen chemischen Eigenschaften aufeinander, sodass die Farbe des Rio Celeste „geboren“ wird.

Aus eins und eins mach‘ einmal neu
Leider schwimmen verboten
Weil die Farbe nicht schon genug ist, braucht es auch noch nen hübschen Wasserfall

Nach der teilweise sehr matschigen Wanderung geht es anschließend zu einem nahegelegenen Spot außerhalb des Nationalparks, wo wir uns im Fluss erfrischen dürfen (innerhalb des Parks ist Schwimmen verboten).

~ Bilder vom Schwimmen folgen noch ~

Auf dem Rückweg gibt es dann noch typisches Casado als Lunch.

Den Nachmittag verbringen wir ruhig mit ein bisschen Orga und Kaffee und Kuchen. Zu Abend essen wir sehr gut im Restaurant „Pollo Fortuneno“ ($16 für eine große Portion für zwei Personen).

Für unseren letzen der drei vollen Tage in La Fortuna haben wir eine Wildwater-Rafting-Tour ($65) mit Arenal Rafting am Upper Balsa River gebucht. Generell bietet Costa Rica zahllose Möglichkeiten zum Wildwater-Rafting und die Touranbieter machen einen wirklich guten Job.
Aufgrund der herrschenden Trockenzeit führt der Balsa-Fluss (durch einen Stausee reguliert) zwar nicht so viel Wasser wie sonst und ist entsprechend etwas „ruhiger“, dennoch schafft es unser Boot bereits nach gut 10 Minuten an einem Felsen zu kentern. Alle Passagiere müssen das Boot dabei unfreiwillig verlassen: während sich die drei „Glücklichen“, darunter Lüdi und unser Guide, auf dem Felsen wiederfinden, heißt es für drei andere von uns, darunter ich, ab in die Fluten. Zum Glück passiert keinem von uns etwas und uns wird schnell geholfen. In der Rückschau der spektakuläre Höhepunkt der Tour. Ansonsten verläuft die Tour wie geplant und ist sehr schön. Vor allem gefallen uns die Abschnitten, in denen wir kontrolliert im Wasser treiben dürfen und endlich Faultiere live „in Action“ erleben können.

~ Aufgrund der Sicherheitsempfehlung des Touranbieters können wir unsere Kameras während der Tour ohne Kopfbefestigung nicht nutzen; was wir im Nachhinein aufgrund unseres Crashs auch gut nachvollziehen können; dennoch wird es noch ein paar Bilder vom Tourveranstalter geben ~

Abends fahren wir zur Entspannung noch einmal mit einer Gruppe aus dem Hostel zu den kostenlosen heißen Quellen.

~ Diesmal war es anfangs noch hell und wIhr könnten ein paar Bilder der Quellen mit der Action Cam machen; diese folgen noch ~

Morgens nehmen wir dann einen Transfer zur Küstenstadt San Juan del Sur in Nicaragua.

Fazit

Ein Aufenthalt in La Fortuna ist geprägt von vielseitigen Aktivitäten rund um den schönen Vulkan El Arenal. Leider sind diese – wie so ziemlich alles in Costa Rica – kein sonderlich günstiges Unterfangen, aber definitiv lohnenswert!

Tipps

  • Den kostenlosen El Salto und die kostenlosen heißen Quellen sollte man nicht verpassen.
  • Der ganztägige Ausflug zu den zwei Vulkanen ist das Geld auf jeden Fall wert.
  • Wildwater-Rafting ist sicherlich in der Regenzeit noch deutlich abenteuerlicher.
  • Übers Osterwochenende fahren in La Fortuna (so wie vermutlich auch in anderen Teilen des Landes) mindestens weder am Donnerstag noch am Freitag irgendwelche öffentlichen Busse.

Anreise

Um von Monteverde aus nach La Fortuna zu gelangen, empfiehlt sich ein Shuttle-Service, der euch zunächst per Bus zu einem Bootsanleger am Lago de Arenal bringt, euch dann per Schiff über den Eee setzen lässt und euch anschließend erneut per Bus dann zu eurer Unterkunft in La Fortuna bringt. Der Preis für den Transfer liegt bei $25 und dauert etwa 3,5 Stunden. Eine Fahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln dauert gute 9 Stunden, da man einmal rund um den See fahren muss.
Ansonsten fahren auch Shuttles und/oder Busse aus Richtung San José direkt nach Monteverde.

Unterkunft

Alle Übernachtungen in La Fortuna verbringen wir im La Choza Inn Hostel. Das Hostel ist sauber und bietet reichliches Frühstück (Buffet mit Toast, Rührei und Gallo Pinto). Die Zimmer sind jedoch sehr klein und anders als in der Beschreibung auf Hostelworld hat nicht jedes Zimmer eine Klimaanlage.

 

 

Aufenthalt: 26.03.2018 – 29.03.2018

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