Panama – Panama City

Panama City – zwei Städte in einer

Nächster Stopp und damit bereits das dritte Land meiner Reise ist Panama. Panama selbst hatte ich bis dahin nie so wirklich auf dem Schirm und auf der Liste unter den Orten, die ich unbedingt einmal besucht haben wollte… doch ich sollte eines besseren belehrt werden: „Oh wie schön ist Panama“.

Aber alles nach der Reihe… aufgrund einer erneuten Flugverspätung (diesmal zehn Stunden, sodass ich die Nacht am Flughafen in Bogotá verbringe) erreiche ich Panama City erst am frühen Morgen. Die Fahrt (per Taxi $30) vom Flughafen zu meinem Hostel in der Altstadt Casco Viejo führt nach einer Weile durch Panama City Downtown, sodass ich einen ersten Eindruck der Skyline bekomme.
Nach dem Einchecken und einem Frühstück (Pancakes mit … richtig Dulce de Leche – ein Geschenk von Amalias Bruder) erkunde ich eigenständig zu Fuß das Altstadtviertel, welches völlig von Downtown Panama City abgetrennt und in Richtung des Panamakanals liegt. Dies stellt sich dank der gute Beschilderungen als recht einfach dar und dauert etwa 1,5 bis 2 Stunden.
Das Viertel selbst gilt heute als das neue Szeneviertel der Stadt und besticht durch eine Mischung aus alten Gebäuden und zahlreichen Kirchen, die teilweise aus der ursprünglichen Altstadt nach deren Zerstörung durch Piraten Stein für Stein dorthin transportiert und wiederaufgebaut wurden, sowie neuen Cafés, Restaurants und Roof-Top-Bars.

Eine der vielen Kirchen in Casco Viejo
… und noch eine.
Der erste „Wolkenkratzer“ von Panama City
Und eine der vielen Ruinen zwischendrin

Im Anschluss an diese Erkundungstour leihe ich mir kostenlos ein Fahrrad in meinem Hostel aus und fahre entlang des gut angelegten Weges direkt am Wasser rüber nach Panama City Downtown und einmal rundherum um das Altstadtviertel. Auf dem Weg gönne ich mir als kleine Stärkung eine große Portion frische Ceviche (leider mit vielen Zwiebeln) am Fischmarkt.

Welcome to Panama
Casco Viejo vom Wasser aus
Und der Blick auf die „andere“ Stadt

Abends auf der Suche nach traditionellem panamerikanischen Essen stelle ich schnell fest, dass das Preisniveau insbesondere in Casco Viejo doch sehr hoch ist, entscheide mich aber dennoch in ein traditionelles Lokal (Diablicos) einzukehren. Vom Essen selbst (Spanferkel mit Kichererbsenpüree und Kochbananen) werde ich allerdings für den hohen Preis ($21) enttäuscht. Immerhin kann ich den abendlichen Spaziergang dazu nutzen, mit die Skyline von Panama City einmal bei Nacht anzuschauen.

Welcher bei Nacht noch beeindruckender ist

Den nächsten Morgen starte ich erneut mit Pancakes und Dulce de Leche und kümmere mich um die ein oder andere Buchung für die nächsten Tage. Anschließend geht es auf eine vom Hostel angebotene kostenlose Wanderung auf Cerro Ancón, einem kleinen Berg nicht unweit der Altstadt. Ich schreibe Berg, weil der Begriff Hügel, dem doch recht anstrengenden Anstieg in der Mittagshitze nicht gerecht werden würde. Der Guide, ein Amerikaner und ehemaliges männliches Model, der auch während seiner Modelzeit in Düsseldorf gearbeitet hat, hat ein sehr gutes Auge und entdeckt während des Aufstiegs mehrere Tucans, ein paar Faultiere (oben in den Baumspitzen), einen Affen (leider verletzt) und vieles mehr. Am Gipfel hat man einen wunderbaren Ausblick nicht nur auf die zweigeteilte Stadt sondern auch den Panamakanal und die Miraflores-Schleusen.

Ausblick auf Panama Downtown vom Berg aus
Links Downtown und rechts Casco Viejo
Blick auf den Panamakanal und die Miraflores-Schleusen
Eines der vielen Tiere auf unserem Weg zum Gipfel

Nach dem Abstieg geht es gemeinsam – für mich erneut – für Ceviche zum Fischmarkt.

 

Panamakanal

Anschließend nehme ich mir ein Taxi (hin und zurück zwischen $15 und $20) und fahre zum Panamakanal bzw. genauer dem Visitor Center an den Miraflores-Schleusen. Der Ausflug zu diesem wahrhaftigen Weltwunder ist definitiv lohnenswert: das Museum inkl. Film über die Geschichte des fast 80km langen Kanals, die bis ins 16. Jahrhundert zurückreicht und das Land stark geprägt hat, ist sehr interessant und es ist beeindruckend zu sehen, wie die größten Schiffe der Erde (die Größe des Kanals und der Schleusen gilt als Richtwert für die Schiffsbauer/ -Klassen weltweit), ihren Weg durch den Kanal bzw. die Schleusen nehmen.

Eingang zum Visitor Center der Miraflores Schleusen
Vorne die alten Schleusen ganz hinten die neuen für die größten Schiffe der Welt

Ich empfehle, die Schleusen eher am späten Nachmittag (ab 15/16 Uhr) zu besuchen, da sich dort dann weniger Besucher tummeln aber gleichzeitig die meisten Schiffe geschleust werden.

Zurück in der Stadt folge ich diesmal der Empfehlung des Hostels in das auch bei einheimischen sehr beliebte Lokal „CocaCola“. Dort treffe ich auf einen anderen Hostelgast aus den USA (San Diego) und Geselle mich zu ihm. Wir essen gemeinsam traditionelles panamerikanisches Essen (Reis mit Fisch, Kochbananen und Kichererbsen; $9) und gehen anschließend mit noch einer Deutschen auf eine der zahlreichen Roof-Top-Bars (Tantalo), wo wir bei ein, zwei Bierchen den Ausblick auf die Skyline von Panama City genießen.

Am nächsten Morgen erwartet mich mein Transfer zu meiner nächsten Station, die San Blas Inseln, bereits um 5:30 in der früh.

Fazit

Mir persönlich hat Panama City in Summe sehr gut gefallen… weniger die Stadt selbst (vor allem Downtown ist keinen Besuch wert), aber vor allem die Altstadt Casco Viejo und die vielen Ausflugsmöglichkeiten in der Umgebung (Panamakanal, Nationalpark drum herum, San Blas Inseln etc.).
Entsprechend lohnt es sich durchaus 3 Tage für einen Stoppover einzuplanen.

Tipps

  • Ich empfehle eine Unterkunft in der schönen und gut zu Fuß zu erkundenden Altstadt Casco Viejo zu machen.
  • Frische Ceviche am Fischmarkt ist ein Muss.
  • Viele empfehlen (nicht nur aufgrund der Lage) einen Besuch im Biomuseo.
  • Besucht auf jeden Fall bei Nacht eine der vielen Roof-Top-Bars in Casco Viejo oder im Hard-Rock-Hotel in Downtown.
  • Wer genügend Zeit hat, sollte über einen Ausflug in den Nationalpark rund um den Panamakanal nachdenken.

 

Anreise

Wie die meisten Panamabesucher erreiche ich Panama City per Flugzeug. Leider gibt es neben der (recht teuren) Fahrt mit dem Taxi nur sehr wenige Möglichkeiten in die Stadt zu gelangen.
Panama City eignet sich hervorragend als Ausgangspunkt für eine Rundreise durch Panama und insb. für Reisen auf die San Blas Inseln.

Unterkunft

Die zwei Nächte (eine Nacht verbringe ich ja an Flughafen in Bogotá) verbringe ich im Hostel Luna‘s Castle direkt am Eingang zur Casco Viejo. Das Hostel kann ich uneingeschränkt weiterempfehlen: sauber, nettes Personal, dass bei Buchungen hilft und berät, Free-Walking-Tour und Pancakes zum Frühstück.

 

Aufenthalt: 28.02.2018 – 02.03.2018

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